Moneyweb (Bloomberg)
RSS-FeedKI-Einführung treibt Einstellungen an – vor allem bei erfahrenen Fachkräften
Original Veröffentlicht: 26. September 2026
🎯 Stimmung: Neutral
📋 Zusammenfassung
- Eine Studie von Bharat Chandar (Stanford) und Bouke Klein Teeselink (King's College London) über 41 Länder zeigt, dass Unternehmen, die KI einsetzen, mehr Stellen schaffen als solche ohne KI.
- Bei KI-Anwendern stieg die Zahl der erfahrenen Beschäftigten in fünf Jahren um 6,7 %, während die Beschäftigung von Nachwuchskräften um 3 % sank; ihr Anteil an der Belegschaft fiel um 1,9 Prozentpunkte – ein Muster, das sich unter anderem in Brasilien, Saudi-Arabien und Großbritannien zeigt.
- Die Forscher werteten 1,25 Milliarden Stellenanzeigen und 154 Millionen Beschäftigungsdatensätze von Januar 2021 bis März 2026 aus; bei KI-Anwendern stieg die Beschäftigung in Computer- und Mathematikberufen um 0,8 Prozentpunkte, ebenfalls zugunsten Erfahrener.
- Die Autoren folgern, KI sei „arbeitssparend für Nachwuchskräfte und arbeitsausweitend für Erfahrene“, wobei die Verluste bei Einsteigern in reicheren, stärker digitalisierten Volkswirtschaften tiefer ausfallen; eine weitere Stanford-Studie beziffert die Beschäftigung der 22- bis 25-Jährigen in KI-exponierten Jobs auf 19 % unter Trend.
💡 JR-Erkenntnisse
- 💼 Bedeutung: KI-Einführung verringert die Gesamtbeschäftigung nicht, sondern formt die Personalpyramide so um, dass Erfahrung – nicht Einstiegsarbeit – den Großteil der Neueinstellungen erhält.
- 🚨 Risiko: Berufseinsteiger bekommen selbst bei wachsenden Unternehmen einen immer kleineren Anteil der offenen Stellen; der erste Job wird zur schwierigsten Sprosse.
- ✨ Tipp: Belegen Sie Fähigkeiten auf Senior-Niveau – Urteilsvermögen, Ergebnisverantwortung und die Kontrolle von KI-Ergebnissen – durch Projekte und Praktika, und bewerben Sie sich gezielt bei wachsenden KI-Anwendern statt bei schrumpfenden Firmen.