Pew Research Center
RSS-FeedWeltweit erwarten mehr Menschen Arbeitsplatzverluste durch KI als Zuwächse
Original Veröffentlicht: 17. September 2026
🎯 Stimmung: Besorgniserregend
📋 Zusammenfassung
- Ein am 17. September 2026 veröffentlichter Bericht des Pew Research Center zeigt, dass die Menschen in 34 von 37 befragten Ländern eher davon ausgehen, dass KI zu weniger statt zu mehr Arbeitsplätzen führt; die Studie umfasste 42.151 Befragte in 36 Ländern sowie separate Erhebungen in den USA.
- Die Sorge ist in wohlhabenderen Ländern am größten: In Staaten wie Australien, Südkorea und den USA sagen rund sieben von zehn Erwachsenen oder mehr, KI werde in den kommenden 20 Jahren Arbeitsplätze kosten.
- In den USA – dem einzigen Land, in dem Pew diese Frage bereits früher gestellt hatte – ist der Anteil mit dieser Ansicht in zwei Jahren um 7 Prozentpunkte gestiegen, am stärksten unter den 18- bis 34-Jährigen.
- Die Befragten erwarten zudem, dass KI die wirtschaftliche Ungleichheit vergrößert statt verringert: In keinem Land sagte mehr als eine von vier Personen, KI werde die Kluft zwischen Reich und Arm verkleinern, und in 29 Ländern lag dieser Wert im einstelligen Bereich.
💡 JR-Erkenntnisse
- 💼 Bedeutung: Die Erwartung KI-bedingter Arbeitsplatzverluste ist inzwischen weltweit die vorherrschende Haltung und keine Randmeinung. Das prägt, wie Arbeitgeber über Automatisierung sprechen, und verschafft Beschäftigten mehr Legitimität, Bedenken zur KI-Einführung zu äußern.
- 🚨 Risiko: Der Pessimismus konzentriert sich auf junge Erwachsene in Ländern mit hohem Einkommen – genau jene Gruppe, die in den Arbeitsmarkt eintritt. Solche Erwartungen können sich selbst erfüllen, wenn sie Menschen von Bereichen abhalten, die tatsächlich weiter einstellen.
- ✨ Tipp: Behandeln Sie Stimmungsdaten als Hinweis auf Wahrnehmung, nicht als Schicksal: Prüfen Sie die tatsächlichen Einstellungs- und Gehaltsdaten für Ihren eigenen Beruf (Stellenanzeigen, Lohnbeobachtungen), bevor Sie eine Karriereentscheidung auf Grundlage der allgemeinen Stimmung treffen.