Indeed Hiring Lab
RSS-FeedKI-Exposition drückt die ausgeschriebenen Gehälter in den USA nicht – sie steigert sie
Original Veröffentlicht: 17. September 2026
🎯 Stimmung: Positiv
📋 Zusammenfassung
- Indeed Hiring Lab hat Millionen US-Stellenanzeigen mit Gehaltsangabe ausgewertet und festgestellt, dass die Bezahlung in den am stärksten KI-exponierten Berufen seit 2021 um rund 46 % gestiegen ist, gegenüber 25 % in den am wenigsten exponierten Tätigkeiten.
- Im ersten Jahr nach der Veröffentlichung von ChatGPT entwickelten sich die Gehälter stärker und schwächer exponierter Berufe nahezu parallel, doch ab etwa 2024 begann sich die Lücke deutlich zu öffnen und wächst seither weiter.
- Zu den stark exponierten Berufen zählen Softwareentwicklung, IT-Systeme und -Support, Daten und Analytik, Marketing sowie Banken und Finanzen; schwach exponiert sind Pflege, persönliche Betreuung, Gastronomie, Reinigung und Produktion.
- Der Zuschlag wächst mit der Hierarchieebene: Bei Senior-Positionen liegt die Differenz bei etwa 17 Prozentpunkten, auf mittlerer Ebene bei rund 12, im Einstiegsbereich jedoch nur bei bescheidenen 2 Punkten – und Hiring Lab weist darauf hin, dass die Aufteilung nach Senioritätsstufen überwiegend nicht statistisch signifikant ist.
💡 JR-Erkenntnisse
- 💼 Bedeutung: In einem KI-exponierten Feld zu arbeiten wird derzeit beim Gehalt belohnt statt bestraft. Das deutet darauf hin, dass Arbeitgeber um Menschen konkurrieren, die mit KI zusammenarbeiten können, statt einfach deren Löhne zu senken.
- 🚨 Risiko: Der Gehaltszuschlag konzentriert sich auf die Seniorebene und fehlt im Einstiegsbereich nahezu völlig. Berufseinsteigende in genau diesen Tätigkeiten tragen den Umbruch also mit, ohne den Vergütungsvorteil zu erhalten.
- ✨ Tipp: Wer bereits in Softwareentwicklung, Daten, Marketing, IT-Support oder Finanzen arbeitet, sollte seine KI-Kompetenzen ausbauen und Aufstieg anstreben, statt die Branche zu verlassen – genau dort schlägt der wachsende Zuschlag tatsächlich zu Buche.